Literaturliste
Burkard, C. / Eikenbusch, G. / Ekholm,M: Starke Schüler – gute Schulen. Wege zu einer neuen Arbeitskultur. Berlin 2003
Wer mitgestalten kann, der engagiert sich auch. In guten Schulen spielen Schülerinnen und Schüler die Hauptrolle. Nur dort, wo sich die Lernenden aktiv einbringen können, kann sich Unterricht und Schule positiv entwickeln. Es kann keine Schulentwicklung ohne die Lernenden geben. Die erfrischenden Anregungen und Vorschläge für eine neue Arbeitskultur im Unterricht sind praxisnah und umsetzbar.
Czisch, Lee: Kinder können mehr. Anders lernen in der Grundschule. München 2004
Kinder brauchen eine Schule, in die ich selber gern gehe, sagte sich Fee Czisch, als sie vor Jahren Grundschullehrerin wurde. Und vollzog, über zwei Jahrzehnte hinweg, ihre ganz persönliche Schulreform - mitten im real existierenden Schulsystem. Oberstes Kriterium: die Kinder. Ihre Neugier, ihre Lust auf die Welt, ihre Fragen, ihr Können. Offener Unterricht, Wochenpläne statt Lernen im Klingeltakt. Erfahrung statt Belehrung; Selbstständigkeit, Zusammenarbeit und Kommunikation statt Notendruck und früher Auslese. Im Klassenzimmer entsteht eine bunte Welt aus Pflanzen und Tieren, aus Büchern, Sofas und Regalen voller attraktiver Arbeitsmaterialien. Lernen kann eine Lust sein, wenn man keine Mühsal draus macht. Wer Kinder - ihre Bedürfnisse wie ihre Fähigkeiten - wirklich ernst nimmt, braucht nicht die große Reform von oben abzuwarten, um ihnen eine grundlegend andere Schule anzubieten. Ein Buch, das Lehrern wie Eltern Mut macht, gleich morgen damit anzufangen.
Eisler, Riane: Die Kinder von morgen. Arbor-Verlag 2005
Aufbauend auf Grundlagen der Reformpädagogik, gelangt Riane Eisler in Form eines ganzheitlichen Partnerschaftscurriculums zu einer Grundkonzeption für eine neue ganzheitliche Bildung. Diese Materialien sind für die Neustrukturierung des Schulunterrichts von der ersten Klasse bis zum Abitur geeignet und können von Schülern, Lehrern und Eltern unmittelbar umgesetzt werden. Auch in Universitäten und Fachhochschulen kommt Riane Eislers Ansatz mehr und mehr zur Anwendung – überall dort, wo Dozenten und Studenten aktuelle Bedürfnisse und Probleme angemessener berücksichtigen wollen.
Schiller, Sabine: Lernwerkstatt. Damit keiner untergeht. Vom Lehren zum Lernen. Eine Anleitung zum Classroom-Management Sekundarstufe 1.Hamburg 2004
Die Autorin, seit über 20 Jahren Lehrerin, dokumentiert in ihrem Buch ihre radikale Abkehr vom Lehren hin zum Lehren innerhalb einer ganz normalen Schule mit Kindern zwischen 10 und 17 Jahren und mit einer üblichen 28 Wochenstunden-Verpflichtung. Ausgangspunkt waren der Werkstattunterricht von Jürgen Reichen sowie das Classroom-Management von Andreas Müller. Beide stehen für ein individualisiertes Lernen, das Langeweile, Unterforderung, So-tun-als-ob, Angst und Demütigungen ablöst. Dieses Lernen erfordert jedoch einen Paradigmenwechsel. Das Buch stellt beide Ansätze vor und geht der Frage nach, wie man seine eigene Arbeit zum Lerncoaching verändern kann, damit Kinder und Jugendliche, aber auch Lehrerinnen selbst, ihre Schulzeit sinnvoll und erfolgreich erleben.
Keller, Olivier: Denn mein Leben ist lernen. Wie Kinder aus eigenem Antrieb die Welt erforschen. Freiamt 1999
Auf der Suche nach den Dimensionen des ursprünglichen Lernens begleitete Olivier Keller über viele Jahre Familien, die sich bewusst entschieden haben, ihre Kinder in ihren Lebens- und Lernprozessen achtsam zu begleiten. Dieses Buch zeigt, wie sich Kinder entfalten, denen die Möglichkeit gegeben wird, die Welt ohne Einmischung und Lenkung von außen zu erforschen. Eine reichbebilderte Dokumentation, die Eltern wie Pädagogen Mut macht, eigene Wege zu gehen und Neuland zu betreten. Ein Buch, das klar und praxisnah Impulse gibt, das alltägliche Leben mit Kindern neu zu überdenken damit der Forschungsdrang, die Kreativität und die Lebendigkeit von Kindern erhalten werden können.
Riegel, Enja: Schule kann gelingen. Wie unsere Kinder wirklich fürs Leben lernen. Frankfurt 2004
19 Jahre hat Enja Riegel die Helene-Lange-Schule in Wiesbaden, die beim PISA-Test mit großem Abstand als beste deutsche Schule abgeschnitten hat, geleitet und aus ihr still und heimlich so etwas wie eine Vorzeigereformschule gemacht. Mit innovativen Methoden, viel Kreativität und Disziplin hat Enja Riegel ein ungewöhnliches Modell für die Schule von morgen verwirklicht. Sie erzählt von ihren Erfahrungen und gibt konkrete Beispiele, die anschaulich illustrieren, wie sie es geschafft hat, dass ihre Schüler mit viel Spaß und Freude wirklich "für das Leben lernen". Qualität von Schule und Bildung ist die Grundlage der Gesellschaft von morgen.
Rihm, Thomas (Hrsg.): Schulentwicklung durch Lerngruppen. Vom Subjektstandpunkt ausgehen. Opladen 2003
Dieses innovative Buch liefert ein alternatives Konzept zur Schulentwicklung, bei dem die Schüler/innen im Zentrum stehen. Die Lebensinteressen der Lernenden begründen demnach die Vitalität der Schulentwicklung und nicht von außen formulierte Zielvorgaben. Es verweist damit auf die Bedeutung der Schülerstandpunkte beim Lehren und Lernen und wendet sich dadurch gegen die derzeitigen bildungspolitischen Normierungsversuche (z.B. Bildungsstandards). Im Buch finden sich sowohl Theorie- als auch Praxisbeiträge, die eine Schulentwicklung von den Schülern her zu begründen versuchen.
Rosenberg, Marshall: Erziehung, die das Leben bereichert. Gewaltfreie Kommunikation im Schulalltag. Paderborn 2004
Wenn Schüler gerne lernen und Lehrer gerne lehren... Um dieses Ziel zu erreichen, ist ein neuer Erziehungsansatz nötig, der allen Mitgliedern einer lernenden Gemeinschaft dient. Marshall B. Rosenberg beschreibt in seinem Buch, wie diese Vision realisiert werden kann. Der von ihm dargestellte Erziehungsansatz basiert auf Beziehungen zwischen Schülern, Lehrern, Verwaltungsmitarbeitern und Eltern, die von gegenseitigem Respekt geprägt sind. Es geht darum, neuartige und effektive Arten des Kontakts und des Miteinanders zu entwickeln, weil nur so außergewöhnliche Schulen entstehen können, die den Bedürfnissen aller Beteiligten gerecht werden.
Thurn, Susanne / Tillmann, Klaus-Jürgen: Unsere Schule ist ein Haus des Lernens. Das Beispiel Laborschule Bielefeld. Hamburg 1997
Die Laborschule Bielefeld steht nach wie vor für besonders engagierte Pädagogik und ist wohl das bekannteste Schulmodell in der Bundesrepublik. Das Buch zeigt im Rahmen der aktuellen schulpädagogischen Diskussion, dass in einer modernen Schule Belehrung so weit wie möglich durch Erfahrung ersetzt werden kann und Schule weit mehr als Unterricht sein sollte.
von Hentig, Hartmut: Die Schule neu denken. Weinheim, Basel 2003
Hartmut von Hentig, einer der größten Schulreformer unserer Zeit, plädiert mit Die Schule neu denken für eine Schule, die das Leben zulässt und auf das Leben vorbereitet. Er zeigt auf, wie Lehrer, Schüler, Eltern und die Verantwortlichen in den Ministerien gemeinsam daran arbeiten können, die Schule wieder zu einem Lebens- und Erfahrungsraum werden zu lassen, in dem sich die jungen Menschen in Selbstständigkeit, Hilfsbereitschaft, Konfliktfähigkeit und Verantwortung für sich selbst und andere üben können.
Wild, Rebeca: Erziehung zum Sein. Erfahrungsbericht einer aktiven Schule.. Freiamt 1996
Rebeca Wilds anschauliche und lebendige Schilderung des Kindergarten- und Schulexperimentes „Pesta“ lässt erkennen, was für weitreichende Konsequenzen es hat, Kinder ihren authentischen Bedürfnissen gemäß aufwachsen zu lassen. Wenn Kindern und Jugendlichen ermöglicht wird aus eigenem Antrieb ihre Aktivitäten zu entfalten und ihnen eine Umgebung geboten wird, in der sie sich frei bewegen und aus einer Fülle von Material wählen können, lernen sie ungezwungen, intensiv und sicherlich mit mehr Freude. Dann geht es nicht mehr nur um Wissen, sondern darum, selbst die Initiative zu ergreifen, Entscheidungen zu treffen, auch wenn sie zu Fehlern führen. Diesem Erziehungs- und Bildungsansatz liegt der Respekt vor der Individualität eines jeden Kindes und seinem inneren Entwicklungsplan zugrunde. Ein spannendes und hilfreiches Buch, das Schule in einem völlig neuen Licht erscheinen lässt und Mut macht, Kindern - zu Hause, im Kindergarten oder in der Schule - eine Umgebung vorzubereiten, in der sie sich ihren wirklichen Bedürfnissen gemäß entfalten können.
Wild, Rebeca: Lebensqualität für Kinder und andere Menschen. Erziehung und der Respekt für das innere Wachstum von Kindern und Jugendlichen. Weinheim 2001
20 Jahre nach Erscheinen des Buches "Erziehung zum Sein" schreibt Rebeca Wild über die weitere Entwicklung einer in der Welt wohl einzigartigen Schule, die sie 1977 zusammen mit ihrem Mann Mauricio in Ecuador gegründet hat.
Wild, Rebeca: Freiheit und Grenzen – Liebe und Respekt. Weinheim, Basel 2003
In diesem Buch steht das Thema Freiheit und Grenzen besonders im Mittelpunkt - ein Thema, das immer wieder Anlass zu Fragen, Unsicherheit und Diskussionen gibt. Rebeca Wilds Ausführungen und Überlegungen, die sich um Themen wie "Unsicherheiten beim Grenzensetzen", "Leben heißt begrenzt sein", "Liebe" "Respekt" "Entwicklungsprozesse" und "Grenzen in den Prozessen von Erwachsenen" gruppieren, werfen ein völlig neues Licht auf diese Problematik und sind eine wertvolle Unterstützung für alle, die mir Kindern leben und arbeiten.
Green, Norm / Grenn, Kathy: Kooperatives Lernen im Klassenraum und im Kollegium. Seelze Velber 2005
Das Konzept des Kooperativen Lernens beinhaltet ein kluges, Kräfte schonendes Umgehen mit der Heterogenität von Lernenden und Lehrenden, mit Alltagskonflikten, mit Leistungsansprüchen und Leistungsmotivation sowie mit den sozialen Kompetenzen aller Beteiligten.
Bauer, Joachim: Prinzip Menschlichkeit. Warum wir von Natur aus kooperieren. Hamburg 2006
Was den Menschen zum Menschen macht - ein Buch über das wichtigste Erfolgsgeheimnis der Evolution und seinen Einfluss auf unser Leben. In der internationalen neurobiologischen Forschung ist zunehmend vom "social brain" die Rede. Die Erkenntnis: Wir sind nicht primär auf Egoismus und Konkurrenz eingestellt, sondern auf Kooperation und Resonanz. Das Gehirn belohnt gelungenes Miteinander durch Ausschüttung von Botenstoffen, die gute Gefühle und Gesundheit erzeugen.
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